Einführung - Grenadierbataillon von Spiegel e.V.

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Einführung

Aus dem 1993 gegründeten Sachsenregiment Prinz Maximilian hervorgegangen, entstand am 01. Februar 1995 das "Grenadierbataillon von Spiegel e.V." mit dem Vereinssitz in Wolkenstein und zählt derzeit über 30 aktive Mitglieder.
Unser Verein setzte sich zum Ziel, das schwere und opferreiche Leben der Soldaten des Sächsischen Infanterieregiments Prinz Maximilian in der Zeit 1806-1815 so originalgetreu wie möglich nachzuvollziehen und nachzustellen.
Dies geschieht zum einen durch Gestaltung und Durchführung historischer Feldlager und zum anderen durch Nachstellen historischer Gefechte, wie zum Beispiel Jena, Eggmühl, Großgörschen, Dennewitz, oder der Völkerschlacht bei Leipzig.
Aber auch Veranstaltungen im europäischen Raum wie zum Beispiel in Österreich  Holabrunn, Wagram oder das Gefecht am Pass Lueg oder Waterloo in Belgien.
Auch in Tschechien wie Austerlitz und Kulm im Rahmen von Veranstaltungen der Napoleonischen Gesellschaft und anderer Veranstalter.

Wir arbeiten in diesem Zusammenhang auch mit anderen sächsischen Truppen wie zum Beispiel den Grenadieren der 2. und 3. Korporalschaft aus Torgau und Chemnitz, dem Regiment König, dem 1. und 2. Leichten Infanterieregiment, dem Jägerkorps, den Husaren der 4. Eskadron der sächsischen Kavallerie und der Regiments -Artillerie zu Fuß, die die gleichen Ziele verfolgen, Hand in Hand zusammen. Wir alle gestalten lebendige Geschichte.

Das Grenadierbataillon aus dem Winkel, ab 1810 von Spiegel, setzte sich aus jeweils 2 Grenadierkompanien der Regimenter Prinz Maximilian und von Rechten zusammen.
Unser Regiment trägt die Uniform des kurfürstlich (später königlich)-sächsischenInfanterieregiments Prinz Maximilian von 1806 einen weißer Rock mit gelben Aufschlägen und Messing Knöpfe, weiße Kniebundhose mit schwarzen Gamaschen bis zum Knie.
Als Kopfbedeckung trägt der Grenadier die Grenadiersmütze aus Bärenfell mit Stirnblech und Behang. Im Ausgang trug er den Zweispitz.
Zur weiteren Ausrüstung gehört das Koppel, eine schwarze Patronentasche an einen  weißen Bandelier mit vier brennenden Granaten, mit einer runden Kurtasche, mit dem Monogramm und den Kurhut des Kurfürsten Friedrich August III., als Messingverzierungen für Grenadiere versehen. Dazu kommt noch ein Tornister aus Kalbsfell auf der ein Leinenkittel und eine Überhose aus Leinen Platz fand.
Der Kittel und die Überhose waren weniger für die Witterung, sondern mehr für den Schutz der Montur gedacht.
Erst 1807 kamen die Überknöpfkittel in Wegfall. Dafür gelangten graue Tuch-Kapots (Mäntel) aus dicht gewebten und stark gewalktem Tuch in Gebrauch. Zum weiteren gehörte eine Trinkflasche im Weißblechbehälter zur Ausrüstung.

Ab 1810 wurde die Uniform im Schnitt der französischen Uniform angepasst. Der weiße Westenrock mit rechteckigen, gerade herab führenden Rabatten und zugehakten Kragen. Die weißen Schoßumschläge und die Schulterklappen waren in gelber Abzeichenfarbe gehalten. Dazu trug man Knöpfe aus Messing.
Im Gefecht trug man helle Leinenhosen mit weißen Gamaschen und helle Tuchhosen mit schwarzen Gamaschen bei Paraden.
Als Kopfbedeckung trug man den Tschako, nach französischem Vorbild. Als Grenadier mit roten Behang und roten Pompon, zur Parade einen roten Federstutz. Zur weiteren Ausrüstung dieser Uniform gehört das weiße Säbelbandelier an dem auch das Futteral für das Bajonett mit eingearbeitet war.
Eine schwarze Patronentasche an einen weißen Bandelier mit einer Messinggranate als Verzierung, aber im Format kleiner als ihr Vorgänger.
Einen Brotbeutel, den es bei der alten Uniform noch nicht gab.
Den französischen Tornister aus Kalbsfell mit Lederriemen um einen Mantel oder eine Decke fest zu schnallen.
Die Trinkflasche ab 1810 war in ihrem Aussehen der von 1806 gleich, aber etwas kleiner, ca. ½ Liter.

Als Bewaffnung trug der Grenadier den Grenadierssäbel und die Infanteriemuskete mit verlängertem Bajonett zum Beispiel das sogenannte „Neu-Suhler“-Gewehr oder das französische Infanteriegewehr M 1777 mit Bajonett.

Auf Grund der weiß-gelben Uniform prägte sich im Volksmund der Name

-die Mehlsäcke-

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